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Erektionsprobleme

Erektile Dysfunktion (ED), Impotenz

 

Definition

Männer mit Erektionsproblemen können keine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion erlangen oder aufrecht erhalten. Tritt dies wiederholt auf, spricht der Arzt  von einer „Erektilen Dysfunktion“ (ED). Die Diagnose ED wird gestellt, wenn regelmässig auftretende Erektionsprobleme vorliegen.  

 

Untersuchungen in verschiedenen Ländern zeigen: Erektionsprobleme sind viel weiter verbreitet als allgemein angenommen wird. Die Häufigkeit der ED ist sehr stark altersabhängig. In einer grossen Studie mit 28'000 Männern trat bei 7% der 20-29-Jährigen, bei 48% der 50-59-Jährigen und bei 64% der 70-79-Jährigen eine ED auf.

 

In der Schweiz gibt es schätzungsweise 350'000 Männer, die von Erektionsproblemen betroffen sind.

 

Einteilung und Abstufung der Erektilen Dysfunktion (ED)

Viele Männer haben gelegentliche Erektionsprobleme. In der Regel sind diese aber nur vorübergehend, ohne dass es zu einem chronischen Leiden kommt. Wird die Anzahl erektiler Funktionsstörungen immer häufiger, muss eine ED in Betracht gezogen werden.

 

Erektionsprobleme können in unterschiedlichem Ausmass auftreten. Das Erektionsvermögen wird wie folgt eingeteilt:

  • Keine ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist nicht beeinträchtigt.
  • Leichte ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist leicht beeinträchtigt. Betroffene Männer haben in der Regel meistens eine sexuelle Befriedigung.
  • Mittelschwere ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist teilweise beeinträchtigt. Betroffene Männer haben in der Regel nur selten sexuelle Befriedigung. Die Mehrheit der Männer mit Erektionsproblemen leidet unter dieser mittleren ED.
  • Starke/schwere ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist stark beeinträchtigt. Männer haben in solchen Fällen keine oder nur sehr selten sexuelle Befriedigung.

 

Verschiedene Ursachen können das komplexe Zusammenspiel mentaler und gefässspezifischer Mechanismen stören und so eine ED auslösen. In rund 70% der Fälle steht eine Beeinträchtigung der Gefässfunktion im Vordergrund.

 

Ursachen

 

Mit zunehmendem Alter stellen viele Männer fest, dass es länger dauert, bis sie eine Erektion bekommen. Und/oder dass die Erektion nicht so hart ist wie früher. Oder dass sie länger benötigen, um zum Orgasmus zu kommen. Das alles ist normal und sollte nicht mit Erektionsproblemen verwechselt werden. Erektionsprobleme sind keine unausweichliche Folge des Alterns.

Noch vor wenigen Jahren galten psychische Umstände als Hauptursache für Erektile Dysfunktion. Inzwischen weiss man, dass dies nicht zutrifft. Am häufigsten besteht eine Kombination verschiedener Probleme, z.B. psychosoziale Belastung, Hypertonie, Übergewicht, eventuell Diabetes oder Dyslipidämie. Diese Konstellation führt oft zu einer ED (ca. 80%).

Die organischen Ursachen (Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, hohe Blutfettwerte) führen zu einer Veränderung der Gefässwände, dadurch entsteht eine Vorstufe der Arteriosklerose oder eine Arteriosklerose der Penisarterien.

Andere mögliche organische Ursachen sind chirurgische Eingriffe im Beckenbereich, sowie neurologische Erkrankungen, Medikamente und Hormonstörungen.

Verschlusskrankheiten der Gefässe wird oft mit ED assoziiert!

(z.B. koronare Herzkrankheit)
Arteriosklerotische  Gefässverengungen sind für eine unzureichende Füllung des Schwellkörpers des Penis verantwortlich. Risikofaktoren sind unter anderem erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes mellitus sowie Rauchen. Diese Veränderungen können neben der ED auch für Herzinfarkt oder Hirnschlag verantwortlich sein.

 

Diabetes kann ED auslösen – schon nach wenigen Jahren

Unter Diabetespatienten ist die Erektile Dysfunktion weit verbreitet. Die Zahlen zur ED-Häufigkeit bei Typ-2-Diabetes liegen je nach Studie – altersabhängig – zwischen 30 und etwa 70 Prozent. In rund der Hälfte der Fälle entwickelt sich die Erektionsstörung innerhalb von zehn Jahren nach Auftreten der Diabeteserkrankung. Bei zwölf Prozent der Betroffenen ist die Erektile Dysfunktion sogar das erste Symptom der Diabetes.

 

Erektionsstörungen durch Operationen im kleinen Becken

Operative Eingriffe im Becken können eine ED auslösen, wenn dabei die Nervenbahnen oder die Blutversorgung des Penis geschädigt wurde. An erster Stelle zu nennen sind die Prostatektomie bei Patienten mit Prostatatumoren.

 

Einige Medikamente können Erektionsprobleme verursachen

Rund ein Viertel aller Fälle von Erektionsproblemen werden durch Medikamente ausgelöst, mit denen andere Gesundheitsprobleme behandelt werden – etwa Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder Depressionen. In diesen Fällen kann die Schwere der ED eventuell durch die Verwendung eines anderen Medikamentes verringert  werden.

 

Neurologische Ursachen der Erektilen Dysfunktion

Auch nervenbedingte Ursachen spielen bei der ED eine wichtige Rolle, am häufigsten bei Diabetikern, die in der Folge ihres Leidens Nervenschäden ausbilden. Auch andere Nervschädigungen im Beckenbereich (z.B. durch exzessives Radfahren) können eine ED auslösen.

 

Querschnittsverletzungen des Rückenmarks führen sehr häufig zu Erektionsstörungen.

Neben diesen peripher nervalen Ursachen einer ED gibt es auch zentralnervöse Erkrankungen, die zu Erektionsstörungen führen können. Dazu zählt zum Beispiel die Multiple Sklerose.

 

Verletzungen als weitere mögliche Ursache 

Zu den weiteren möglichen Ursachen für eine Erektile Dysfunktion zählen Verletzungen des Penis, ein Beckenringbruch sowie stumpfe Traumata im Dammbereich. Weiterhin sind chronische Infektionskrankheiten sowie Strahlenbehandlungen im Bereich des kleinen Beckens zu nennen.

Die empfohlene Therapiemethode!

 

 
 
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